Das Umwelt Bundesamt verzeichnet einen starken Anstieg der Waldbrände für 2018.

Seit Wochen gehen spektakuläre Bilder aus dem Regenwaldgebieten Brasiliens um die Welt. Leider ist keine neu entdeckte Spezies Anlass für die Aufmerksamkeit. Der Amazonas brennt – und mit ihm nicht nur zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern auch das Hab und Gut unzähliger Menschen.


Brandstiftung für Agrarfläche?

Umso schockierender die Vorwürfe, die Brände könnten absichtlich gelegt worden sein. Als Motiv sehen viele Klimaschützer und Staatschefs den Wunsch, durch Brandrodung neue Agrarflächen zu erschließen. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro streitet die Vorwürfe ab. Fakt ist jedoch, dass es in diesem Jahr über 80 Prozent mehr Waldbrände als 2018 gab.

So oder so handelt es sich bei dem Waldbrand in Brasilien um einen herben Rückschlag für den Arten- und Klimaschutz. Die Emissionen, die seit Beginn der Brände ausgestoßen wurden, haben verheerende Auswirkungen. Es fehlen Bäume, um der Atmosphäre Kohlenstoff zu entziehen, und der gerodete Boden verliert diese Fähigkeit vollkommen.

Die Folge: Klimaerwärmung – und damit weiter steigende Brandgefahr. Klimaexperten nennen dies eine positive Rückkopplung. Das bedeutet, die klimaschädlichen Prozesse verstärken sich immer weiter selbst und sind ab einem bestimmten Kipppunkt nicht mehr aufzuhalten.


Heimische Wälder schützen

Die Folgen spürt man nicht nur in Brasilien. Auch in Deutschland brachte der Rekordsommer auch die meisten Waldbrände seit 15 Jahren mit sich. Mit 2.349 Hektar erfasste das Umwelt Bundesamt die zweitgrößte Brandfläche seit den Aufzeichnungen im Jahr 1977. Die Brände schaden dabei dem Waldbestand ebenso wie dem Boden, dem wichtige Nährstoffe entzogen werden.

Das Umweltbundesamt konnte feststellen, dass für Nadelwälder eine größere Brandgefahr besteht als für Misch- und Laubwälder. Dies liegt an Harzen und ätherischen Ölen in Fichte und Co. Gerade Monokulturen sind stark betroffen von Schädlingsbefall und Bränden. Deshalb gibt es inzwischen schon den Trend dazu, auch Forstwirtschaftliche Wälder natürlich nachwachsen zu lassen. Um diese Langzeitschäden zu verhindern, ist es daher wichtig, Art und Zustand aller Bäume genau zu kennen. Dasselbe gilt für den Baumbestand in Stadtgebieten, für den noch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind.

Die Bilder aus den Amazonasgebieten Brasiliens sollten auch in Deutschland als Warnung und Aufforderung gesehen werden, hiesige Wälder zu schützen. Nur so können Tiere, Pflanzen und Menschen langfristig geschützt werden.


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