Ein Ausgleich für die Umwelt: Das Ökokonto für Bebauungsflächen

Die Grundidee ist folgende: Wenn die Natur durch Baumaßnahmen zerstört wird, muss an anderer Stelle Ersatz geschaffen werden – das sind sogenannte Ausgleichsmaßnahmen. Wo früher noch Apfelbäume und Blumenwiesen natürlich wachsen durften, sind stattdessen heute eine Vielzahl an Wohnungen und Industrieflächen entstanden. Dies muss nach Bundesnaturschutzgesetz ausgeglichen werden: Kommunen und Gemeinden sind dazu verpflichtet, für größere Bauvorhaben ökologische Ausgleichsflächen anzulegen und diese zu pflegen. 
Doch wie behält man den Überblick über alle Maßnahmen und deren Erhalt? tablano hilft Ihnen bei der digitalen Verwaltung und Dokumentation Ihrer Ausgleichsmaßnahmen – für einen aktiven Naturschutz.

Ökokonto als Ersatz für Flächenversiegelung

Einerseits benötigen wir aufgrund des Bevölkerungswachstums vermehrt Wohnraum und auch Verkehrsflächen, andererseits nimmt die Bebauung so deutlich an Fahrt auf, dass Spezialisten bereits von einer Flächenversiegelung sprechen.

Abhilfe soll das Ökokonto schaffen: Gemeinde und Städte sind laut Bundesnaturschutzgesetz dazu verpflichtet für die Vielzahl an Bauvorhaben entsprechende Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen. Dazu werden von Kommunen Flächen angekauft und nach ökologischen Gesichtspunkten naturschutzfachkundig bewirtschaftet. Jede Gemeinde kann sich dazu auch an Flächen “bevorraten”, dafür wurde das Instrument des Ökokontos geschaffen. So können Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen schon für zukünftige, vielleicht nicht vermeidbare Beeinträchtigungen in der Natur im Voraus angelegt werden.

Das gibt für Kommunen entsprechende Vorteile: Der Flächenerwerb kann zum einen ohne Zeitdruck und bei günstigen Grundstückspreisen erfolgen. Und zum anderen kann das eigentliche Bauvorhaben beschleunigt werden, da Ausgleich- bzw. Ersatzmaßnahmen bereits vorbereitet sind. Beim Ökokonto müssen alle Maßnahmen der Ökokontoverordnung des jeweiligen Bundeslandes entsprechen und sind individuell mit der Naturschutzbehörde abzusprechen.

Wichtig ist: Die Anlagen und Bepflanzungen sind dauerhaft zu erhalten und zu pflegen und mögliche Mängel zu beseitigen.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Was versteht man jetzt genau darunter? Auf Ausgleichs– und Ersatzflächen müssen demnach Maßnahmen durchgeführt werden, welche die Flächen ökologisch aufwerten. Darunter fallen zum Beispiel das Anlegen und die Pflege von Streuobstwiesen, Blühfeldern oder –streifen, Magerrasen oder auch die Renaturierung von Gewässern, Anlage von Feuchtbiotopen, Nistkästen für Vögel, Fledermäuse oder Ansiedlungsraum für Bienen, Hummeln und Insekten.

Die Ausgleichsmaßnahmen sind durch die Genehmigungsbehörden unmittelbar an das Ökoflächenkataster zu melden. Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass die nach Bebauungsplänen festgesetzten Maßnahmen oft gar nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden.

Nur wenn Ausgleichsmaßnahmen auch fachgerecht und dauerhaft umgesetzt und gepflegt werden, erzielen sie die im Gesetz beabsichtigte Wirkung.

Verwaltung von Ausgleichsmaßnahmen 

Die Ökokontomaßnahmen sind also als dauerhafte Maßnahmen angelegt und erfordern intervallmäßige Kontrollen. Ein großer Verwaltungsaufwand für Gemeinden, die für jedes Bauvorhaben alle Ausgleichsflächen im Blick behalten müssen.

Hier kommt tablano ins Spiel: Die Verwaltung und Dokumentation aller Maßnahmen zum Ausgleich lässt sich benutzerfreundlich digital erledigen. Die jeweiligen Ausgleichsmaßnahmen werden ganz einfach in der tablano App auf einer interaktiven Karte erfasst. Danach können regelmäßige Kontrollen in digitalen Formularen aufgenommen werden.

Damit ist eine turnusmäßige Kontrolle im Sinne des Naturschutzes gegeben.

Dokumentation von Ausgleichsflächen in der Praxis 

In der Praxis sieht das dann so aus: Wichtig für die gesetzliche Nachweispflicht ist eine eindeutige Dokumentation, die digital und nachweisbar abrufbar ist. Individuell für die jeweiligen Ausgleichsmaßnahmen (Streuobstwiese, Blumenwiese oder Nistkästen etc.) bieten wir digitale Formulare mit Checklisten an, die den kompletten Bestand im Blick behalten lassen. Auf Grundlage der aktuellen Kontrollrichtlinien werden die visuellen Beurteilungen und Bewertungen der Ausgleichsflächen digital aufgenommen und können auch mit entsprechenden Fotos hinterlegt werden. Werden Schäden oder Mängel festgestellt, können diese digital vor Ort erfasst und sofort erforderliche Pflegemaßnahmen abgeleitet werden. Kontrollintervalle können nach Vorgaben des Bund Naturschutzes gewährleistet und digital mit Erinnerungsfunktion individuell festgelegt werden. 

Denn so schön der Ansatz der Ausgleichsflächen ist, wäre es schade, wenn es am Erhalt der Maßnahmen scheitern würde. Umso wichtiger ist eine einheitliche Dokumentationsmöglichkeit für Gemeinden, um nachweisbar und digital einen Beitrag für einen ausgleichenden Umweltschutz zu leisten.  

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