Der Brexit bringt so einige Veränderungen mit sich. Eine davon ist, dass der tablano Kunde Veitshöchheim jetzt den Mittelpunkt der EU bildet. Anfang Februar trafen sich rund 300 Menschen aus der Gemeinde und Umgebung, um diesen neuen Status zu feiern. Treffpunkt war ein Acker bei Gadheim im Landkreis Würzburg. Der sonst unspektakuläre Platz war Zeuge gemischter Gefühle von Stolz bis zu Sorge um die Zukunft.


Europa im Trauerflor

Kurz nach Mitternacht ließ Bürgermeister Jürgen Götz die Europafahne einholen. Dass sie danach mit einem Trauerflor versehen wieder gehisst wurde, zeigt die Stimmung in der Gemeinde. Während man stolz ist, Mittelpunkt der Europäischen Union zu sein, sehen andere den Austritt Großbritanniens als schwieriges Zeichen. Viele erinnern sich noch an die Weltkriegsgeschichten der Großeltern. So auch Karin Keßler und ihre Söhne, denen der festlich geschmückte Acker im Zentrum Europas gehört.


Bürgermeister Götz hofft, dass EU nach Brexit wieder wachsen wird

Vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte des 80-Einwohner-Weilers sind die Blicke ganz Deutschlands auf Gadheim gerichtet. In seiner Rede sagt Götz, dass er den Status aufgeben würde, wenn dafür andere Staaten einem geeinten Europa beitreten würden. Er sprach von den europäischen Wurzeln Veitshöchheims, dem sizilianischen Namenspatron der Gemeinde, dem Schloss und seinen Gärten, die von Künstlern verschiedener Länder beeinflusst wären und dem Jakobsweg, der durch Gadheim führe. Auch betonte er die Partnerstädte in Frankreich, Italien und Tschechien. Der Applaus der Gäste bestätigt die Kernaussauge der Ansprache: „Europa lebt!“


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